Nach der Trennung des Konsistoriums aus der Verwaltung des Oberpräsidenten der Provinz Sachsen im Jahr 1845 und seinem Ausbau als selbständige kirchliche Behörde entwickelte sich eine umfangreiche Dienstbibliothek, die schon zur DDR-Zeit auch der öffentlichen Nutzung zur Verfügung stand. Seit Ende des Zweiten Weltkriegs übernahm die Konsistorialbibliothek wiederholt gefährdete Bibliotheksbestände aus Kirchenkreisen und Kirchengemeinden.

Das erst 1936 gegründete Landeskirchenarchiv hatte im Umfang die ältere Bibliothek bald überholt. Heute verwahrt es auf rund 8.000 Regalmetern historische Unterlagen, die von 1224 bis in die jüngste Zeit reichen.

Die vielfältige archivische Überlieferung stammt überwiegend aus den landeskirchlichen Organen und Dienststellen der ehemaligen Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, ihren Propsteien und Kirchenkreisen, aus den Magdeburger Kirchen­gemeinden, aus Werken und Vereinen sowie aus privaten Nachlässen.